Über uns

Unsere Gruppe wurde 2010 gegründet. Einige von uns engagieren sich erst seit kurzem, andere sind schon seit Jahren aktiv – wir sind Student:innen, Erwerbslose, Angestellte, Freiberufler:innen, Menschen mit und ohne Kinder.

Wir wollen nicht nur kritisieren (das aber auch!), sondern wir mischen uns ein, wir wollen verändern. Zu diesem Zweck haben wir uns organisiert, machen regelmäßige Treffen sowie Veranstaltungen und Aktionen. Seit unserer Gründung waren wir gemeinsam in der bundesweiten Interventionistischen Linken [iL] organisiert. Doch nach über vierzehn Jahren in dieser Struktur haben wir beschlossen, einen neuen Schritt zu gehen. Mit Beginn 2025 organisieren wir uns wieder unter unserem ursprünglichen Namen „see red!“. Dieser Name steht für uns immer noch für eine klare Haltung: Wir sehen rot! Wir sehen rot, weil die Ausbeutung und Ungerechtigkeit in der Welt nach wie vor unerträglich ist.

Unsere Arbeit beruht auf gegenseitigem Vertrauen und auf der Basis eines Grundkonsenses, den wir Schritt für Schritt formulieren. Und unsere Gemeinsamkeit lässt Platz für verschiedene inhaltliche Akzente und Aktionsformen und auch für verschiedene Intensität der Arbeit. Wir wissen, dass unterschiedliche Lebenssituationen auch unterschiedliche Politikformen erfordern. Wir wollen dem gemeinsam gerecht werden.

In den letzten Jahren hat sich vieles weiter zum Schlechten entwickelt: Die drohende Klimakatastrophe, die zunehmende Verarmung, die kriegerischen Auseinandersetzungen und die weltweiten Kämpfe gegen autoritäre Regime sind nur einige der vielen Themen, die uns beschäftigen. Wir schlussfolgern daraus, dass die Notwendigkeit, radikal (im Sinne von an die Ursachen der Probleme gehend) zu denken und zu handeln, heute größer ist denn je. Und Veränderung beginnt bei uns, bei denjenigen, die tagtäglich mit den Auswirkungen des Kapitalismus konfrontiert sind – in den Betrieben, in den Unis, in den Stadtteilen, den Ämtern, in den Kämpfen um ein gutes Leben für alle.

Dabei haben wir kein Interesse an einem nach innen gerichteten Politikverständnis, das sich vorwiegend durch (sub-)kulturelle Codes legitimiert, sich moralisch überhöht und in geschlossenen Blasen, wie dem örtlichen AZ, stattfindet. Darüber hinaus wissen wir aber, dass sich in dieser Welt erst dann grundsätzlich etwas ändert, wenn Menschen sich massenhaft für ihre Interessen einsetzen. Für uns sind die Interessen derjenigen Menschen von Bedeutung, die von Ausbeutung und Unterdrückung betroffen sind. Wir arbeiten mit verschiedenen Gruppen, Parteien, Organisationen zusammen, auch dann, wenn der inhaltliche Konsens erst einmal auf eine Kampagne/Aktion beschränkt bleibt.

Wir denken, dass sich radikale Kritik an den bestehenden Verhältnissen nur durch die Zusammenarbeit in politischen Netzwerken auf Dauer dort verankern lässt.

Unser Ziel bleibt unverändert: eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg und Klimakatastrophe. Diese Welt ist nur möglich, wenn der Kapitalismus überwunden und die gesamte Gesellschaft grundlegend umgestaltet wird. Wir wollen eine Welt, in der nicht der Profit der Wenigen, sondern die Bedürfnisse der Vielen entscheidend sind. In der nicht die Konkurrenz, sondern die Kooperation die Leitlinie des Zusammenlebens ist. In der nicht Ressourcen zerstörerisch verschwendet werden, sondern planvoll zum Nutzen von Mensch und Natur eingesetzt werden. In der Wohnen, Gesundheit, Bildung, Pflege etc. keine Ware mehr ist. Viele Generationen haben für dieses Ziel, welches sie unter dem Namen Sozialismus zu verwirklichen suchten, gekämpft. Wir wollen aus ihren Erfolgen, aber auch aus ihren Fehlern, die sie schließlich fast überall scheitern ließen, lernen.

Aus unserer Sicht gibt es auf dem Weg zu diesem Ziel keine Alternative zur Kombination von einerseits kontinuierlicher Kleinarbeit vor Ort in den verschiedenen lokalen Initiativen, im Betrieb, der Uni, der (Hoch-) Schule, dem Stadtteil etc. und andererseits dem Aufbau von bundesweiten Organisationen der radikalen Linken, die sich mit anderen Organisationen weltweit vernetzt.

Wir laden alle ein, sich mit uns zusammenzutun, um den Kampf für eine bessere, gerechtere Welt zu führen. Du hast Lust diesen neuen Weg mit uns gemeinsam zu entwickeln? Dann sprich oder schreib uns gerne an und lass uns gemeinsam für eine bessere Welt kämpfen!
Denn: Am Ende entscheidet die Straße!