Soziale Kämpfe

Was tun wenn's brennt? Antirepressionsveranstaltung

Vor kurzem gab es in Düsseldorf zwei Hausdurchsuchungen bei linken Aktivisten. Dies sind keine Ein­zel­fäl­le. Um so wich­ti­ger ist es dass wir uns gegen diese und andere Re­pres­si­ons­at­ta­cken schüt­zen. Neben Tipps zum Umgang mit Repression und dem Verhalten auf Demos wollen wir mit Euch an Beispielen diskutieren was Aussageverweigerung konkret in Situationen wie Verhör und Ingewahrsamnahme bedeutet und was bei einer Hausdurchsuchung zu tun ist. Über Sicherheitsmaßnahmen hinaus wollen wir aber auch über einen politischen Umgang mit Repression reden.

Wie können uns Solidarität und Öffentlichkeitsarbeit konkret vor Repression schützen? Wie können Solidaritätskampagnen und politische Prozessführung aussehen?

Über all das werden euch die Rote Hilfe Neuss-Düsseldorf, die Rechtshilfegruppe und see red! Interventionistische Linke Düsseldorf in­for­mie­ren. So­li­da­ri­tät ist eine Waffe!

22.5.2014 / 20 Uhr / Linkes Zentrum [hinterhof], Corneliusstr 108, Düsseldorf

Blockupy besucht bereits vor Aktionstag einige Textil-Läden in Düsseldorf

BLOCKUPY goes Königsallee

Heute, am 14. Mai, haben AktivistInnen einige Textil-Geschäfte auf der Düsseldorfer Königsallee besucht, um die dort arbeitenden KollegInnen über den am 17. Mai in Düsseldorf stattfindenden Blockupy-Aktionstag zu informieren. Das Flugblatt zur Aktion findet sich hier in Druckqualität, im folgenden dokumentieren wir den Text:

 

Eine Information des BLOCKUPY-Bündnisses für die Beschäftigten in einigen Textil-Geschäften auf der KÖ

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 17. Mai werden wir im Rahmen der europä­ischen BLOCKUPY Aktionstage 2014 auch einige der Läden, in denen ihr arbeitet, besuchen. Wir werden Arbeitsbedingungen hier vor Ort, aber auch in den Produktionsländern der Textilien, the­matisieren – und zu diesem Zwecke den Nor­mal­betrieb auf der Düsseldorfer KÖ, einer der um­satzstärksten Einkaufsmeilen Europas, mit klei­ne­ren Aktionen ein wenig stören. Unsere Aktionen richten sich selbstverständlich nicht gegen Beschäftigte oder Kund/innen, sondern gegen die Bedingungen, unter denen Textilien hergestellt und verkauft werden.

Die europäischen BLOCKUPY Aktionstage 2014 protestieren gegen die Krisenpolitik der EU, ge­gen den Alltag in Kapitalismus. Ein Alltag, der für viele Menschen zunehmend von prekären Be­schäf­tigungsverhältnissen und daraus resul­tie­ren­dem Stress und Konkurrenzdenken geprägt ist.

Blockupy-Aktionstag in Düsseldorf

BLOCKUPY Düsseldorf 17. Mai 2014 Logo

BLOCKUPY - am 17. Mai in Düsseldorf auf die Strasse

11:00 Beginn der angemeldeten Versammlung (DBG-Haus, Friedrich-Ebert- Str. 34-38, Nähe HBF)           

11:55  Flashmob von LISA NRW: „Chic im schwarzen Block - Sorgearbeit am Boden - Seximus markieren“       

12:00  Start der Demonstration (Friedrich-Ebert-Str. >>> Oststr. >>> Graf-Adolf-Str. >>> Graf-Adolf-Platz)

13:00  Ankunft an der Bühne, Kundgebung. Danach Aktionen des Zivilen Ungehorsams.                                                           

16:00  Abreise Richtung Flughafen                        

17:00  Beginn der antirassistischen Demonstration im Flughafen

20:00  Essen, Party und Konzert  Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, 40215 Düsseldorf (Straßenbahn 701, 707, 708)

Infos zu den Aufmärschen von NPD und PRO NRW am 1. Mai in Duisburg

Neofaschisten und Rassisten wollen den 1. Mai für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen und Demonstrationen in Duisburg durchführen. Die extrem rechte PRO NRW verkündet "Um weiter Druck aufzubauen, damit die Räumung der Häuser sowie die Strafverfolgung durchgezogen werden, wird eine Lichterkette gegen Armutszuwanderung und Überfremdung stattfinden. Beginn wird um 18.30 Uhr an der Schwarzenberger Straße, Ecke Friedrich-Ebert-Straße sein!" Wir sagen: Gegen Rassismus und Antiromaismus!
Infoveranstaltung zu den Protesten gegen die Aufmärsche von NPD und Pro NRW von see red! interventionistische Linke Düsseldorfim Rahmen des Bündnisses Duisburg-stellt-sich-quer

Linkes Zentrum [hinterhof] | Corneliusstr 108 | Düsseldorf

offen ab 19 Uhr, Veranstaltung um 20 Uhr

 

see-red-Frauen berichten von ihrer Reise: Der Aufbau von demokratischer Selbstverwaltung in Türkisch-Kurdistan

Politik und Demokratie bedeutet mehr als die Beteiligung an Wahlen. Aber wie kann eine wirkliche Demokratie von unten innerhalb eines bestehenden Systems aussehen und praktiziert werden? Das kurdische Frauenbüro Cenî wird über die Versuche berichten, demokratische Autonomie in Türkisch-Kurdistan umzusetzen.
Anstatt auf Umsturz und Machtübernahme zu setzen wird in Kurdistan ein Modell einer „demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft“ favorisiert. Es findet der Aufbau von autonomen Räten, wie z.B. Frauenräten, Stadtteilräten statt als Parallelstruktur zu staatlichen Strukturen. Dieser Aufbau ist begleitet von massiver Repression seitens des türkischen Staates.

Vorrangiges Ziel der Demokratischen Autonomie ist es, allen gesellschaftlichen Gruppen und Identitäten basisdemokratische Organisierung zu ermöglichen. Dieser Demokratische Konföderalismus in Form einer „nichtstaatlichen, politischen Verwaltung“ oder als „Demokratie ohne Staat“, geht davon aus, dass Demokratie nur dort gedeihen kann, wo der Staat an Einfluss verliert.
In der Veranstaltung soll einerseits dargestellt werden wie der Aufbau demokratischer Strukturen stattfindet sowie der momentane Zustand, insbesondere nach der Kommunalwahl. Andrerseits sollen auch, neben der Repression, Probleme, Schwierigkeiten und Erfolge zur Sprache kommen um zu sehen, ob die kurdische demokratische Autonomie ein Modell für hier sein kann.

Eine Veranstaltung von I Furiosi, Cenî, see red! Interventionistische Linke Düsseldorf, Dissidenti Ultra und Infocafé

Linkes Zentrum [hinterhof] | Corneliusstr 108 | Düsseldorf

offen ab 19 Uhr, Veranstaltung um 20 Uhr

vio.me-Arbeiter aus Saloniki trotzen der Krise: Wir brauchen keinen Chef, sondern Solidarität.

VIO.ME - DER SELBSTORGANISIERTE BETRIEB

Das Griechenland Solidaritäts Komitee Köln wird das Vio.Me-Projekt vorstellen und seine Entwicklung mit Videos aufzeigen.

Früher haben Arbeiter der Fabrik Viomichaniki Metaleftiki - kurz Vio.Me - aus Thessaloniki in Nordgriechenland Kacheln und Fugenkleber produziert. Im Zuge der Krise zahlte ihr Chef die Löhne nicht mehr und am Ende hat er sich aus dem Staub gemacht. Vio.Me ist laut griechischen Medienberichten eine Tochterfirma des Unternehmens Philkeram-Johnson, dessen Direktor im Jahr 2012 verhaftet wurde, weil er Mehrwertsteuer und Sozialbeiträge in Millionenhöhe nicht abgeführt hatte.

Als die Firma Vio.me pleite gehen sollte, haben sich die Arbeiter jedoch nicht arbeitslos gemeldet, sondern die Fabrik im Februar 2013 kurzerhand besetzt. Seitdem führen sie den Betrieb selbstverwaltet und direktdemokratisch weiter und produzieren jetzt umweltfreundliche Reinigungsmittel. Vom Staat und den etablierten Gewerkschaften haben sie bisher nicht die gewünschte Unterstützung erfahren. Aber sie erhalten Solidarität von engagierten Menschen in Griechenland und aus anderen Ländern. Und hoffen, dass ihr Beispiel Schule macht, als Alternative zum Sozialabbau infolge der Schuldenkrise in Griechenland.

Veranstalter: isl Düsseldorf, Mittwochsfrühstück der Erwerbslosen und prekär Beschäftigten, see red! Interventionistische Linke Düsseldorf in Kooperation mit zakk

Eintritt frei.

19.5.2014 / 19:30 Uhr / zakk, Fichtenstr. 40, Düsseldorf

Wir erklären uns solidarisch mit den Streikenden im öffentlichen Dienst!

Ein Streik, gerade im öffentlichen Dienst, bringt für viele Menschen Unannehmlichkeiten mit sich. Zweifellos gibt es Menschen, die etwa auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, und für die derzeitige Warnstreik daher eine besondere Härte darstellt. Auch wir müssen uns umstellen und aktuell auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen. Aus diesem Grunde bergen Streiks, die von weiten Teilen der Bevölkerung genutzte Infrastruktur betreffen, stets die Gefahr einer raschen Entsolidarisierung dieser Bevölkerung mit sich.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es uns wichtig, klarzustellen:Unabhängig davon, dass wir uns noch eine wesentlich radikalere Politik der Gewerkschaften wünschen, begrüßen wir ausdrücklich die Maßnahmen der Gewerkschaften im derzeitigen Arbeitskampf. Sie sind politisch notwendig und darüber hinaus auch durch das Grundgesetz geschützt.

In diesem Sinne wünschen wir den Streikenden ein gutes Durchhaltevermögen, viel Kampfgeist und vor allem: Viel Erfolg!

Fotos von der Aktion gegen Wohnungsnot am 13. März 2014 in Düsseldorf

Heute protestierten rund 40 Obdachlose und AktivistInnen des Bündnis für bezahlbaren Wohnraum gegen den jahrelangen Leerstand von städtischen Wohnhäusern in Düsseldorf.

„Das städtische Liegenschaftsamt unter der Leitung von Herrn Bonin ist nicht in der Lage, ein tragfähiges Konzept zur Unterbringung von wohnungslosen Menschen in Düsseldorf zu finden“, kritisiert Kai Ansorge vom Bündnis bezahlbarer Wohnraum Düsseldorf. „Hier auf der Kölner Landstraße 391 - 393 stehen städtische Liegenschaften leer. Es ist Zeit zu handeln!“

Protest gegen Leerstand städtischer Wohnungen in Düsseldorf auf der Kölner Landstraße 391 - 393
Protest gegen Leerstand städtischer Wohnungen in Düsseldorf auf der Kölner Landstraße 391 - 393
Protest gegen Leerstand städtischer Wohnungen in Düsseldorf auf der Kölner Landstraße 391 - 393

Aktion gegen Wohnungsnot

"Wir würden hier einziehen, Herr Bonin!“

Stadt lässt trotz Wohnungsnot eigene Häuser leerstehen

Am Donnerstag, 13.3.2014, um 11 Uhr, protestiert das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum in Düsseldorf gegen den Leerstand von städtischen Häusern auf der Kölner Landstraße 391 - 393.

Gerade Wohnungslose suchen händeringend eine Unterkunft. Noch nicht mal einen Platz in einem städtischen Obdach können sie momentan bekommen. Die Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle kann Obdachlose nicht aus den Notschlafstellen in eine städtische Unterkunft weitervermitteln, weil es die Plätze nicht gibt. Wohnungslosen mit EU-Migrationshintergrund wird in vielen Fällen selbst der Zugang zu Notschlafstellen verwehrt.

Seit Jahren baut die Stadt Plätze in Obdächern kontinuierlich ab. Von ehemals 2500 Plätzen gibt es z. Zt. noch etwa 500, die bei weitem nicht ausreichen. Dabei hat die Stadt erst im Jahr 2013 Liegenschaften und Grundstücke im Wert von 69 Millionen Euro an private Investoren verkauft.

„Das städtische Liegenschaftsamt unter der Leitung von Herrn Bonin ist nicht in der Lage ein tragfähiges Konzept zur Unterbringung von wohnungslosen Menschen in Düsseldorf zu finden“, kritisiert Kai Ansorge vom Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, „Hier auf der Kölner Landstraße stehen städtische Liegenschaften leer. Es ist Zeit zu handeln!“

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