Internationalismus

"Hooligans gegen Salafisten" in Köln

Wir DOKUMENTIEREN weiter unten einen aktuellen Artikel des Antifa Infoblatt, zuvor eine aktuelle Veranstaltungsankündigung:

Aufbruch zur vierten Halbzeit? Rechte Hooligans im „Kampf gegen Salafisten“

Eine INPUT-Veranstaltung in Kooperation mit SJD-Die Falken Düsseldorf und F95.Antirazzista. Mo., 1. Dez. 2014, 19.30 Uhr, Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliustr. 108, Düsseldorf.


„Hier sind nicht nur Nazis!“ - über die rechtsradikalen Hooligan-Ausschreitungen in Köln

Es deutete sich bereits im Vorfeld an, dass die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), einem losen, vereinsüberschreitenden Zusammenschluss von Hooligans und Fußballfans sowie verschiedenen rechten Akteur_innen, nicht einfach nur eine Veranstaltung „gegen Salafismus“ werden sollte. Auf Facebook kündigten über 7000 Personen ihr Kommen an, rund 5000 waren es dann tatsächlich – was wohl etwas mehr als erwartet, aber dann doch nicht vom Himmel gefallen war. Die Polizei hingegen ging von etwa 1500 Personen aus und richtete ihr Konzept, wie auch immer das aussah, nach dieser Personenzahl aus. Dass diese Demonstration in offener Gewalt und der wohl größten Machtdemonstration der extremen Rechten der letzten Jahre endete, war zumindest ein Stück weit vorhersehbar.

Von Jana Westermann und Oliver Dehn

Bereits Stunden vor Veranstaltungsbeginn zeichnete sich ein erschreckendes Bild: große Gruppen von aggressiven und aufgedrehten Hooligans und Neonazis liefen ohne sichtbare Polizeipräsenz ungestört im Bahnhofsgebäude herum. Reisende, darunter viele Migrant_innen oder als links Identifizierte, wurden beleidigt, bedroht und bedrängt. Dass es nicht bereits hier zu schlimmeren Vorfällen kam, scheint purer Zufall zu sein.

Internationaler Aktionstag für die Solidarität mit Kobanê

Zum 1. November werden alle Menschen, die sich mit dem Widerstand von Kobanê solidarisieren dazu aufgerufen, in ihren Städten Aktionen, Demonstrationen, Kundgebungen und andere Formen des Protests zu organisieren. In  Düsseldorf gibt es um 14Uhr den Auftakt am Hauptbahnhof

31.10.2014

Freiburg:              16Uhr, Auftakt am Rathausplatz

 

01.11.2014

 

Stuttgart:              16Uhr, Auftakt an der Lautenschlager Straße

Nürnberg :             15Uhr, Auftakt am Aufseßplatz

Frankfurt:             15Uhr, Auftakt ggüb. vom Hauptbahnhof

Berlin:                    14Uhr, Auftakt am U-Bahnhof Adenauerplatz

Köln:                       14Uhr, Auftakt am Ebertplatz

Düsseldorf :         14Uhr, Auftakt am Hauptbahnhof

Hannover:            14Uhr, Auftakt am Opernplatz

Bielefeld:             14Uhr, Auftakt am Rathaus

Bremen:                14Uhr, Auftakt am Ziegenmarkt

Hamburg:             14Uhr, Auftakt am Hachmanplatz

Unterstützt die Selbstverteidigungskräfte in Rojava!

Mit einem gemeinsamen Aufruf wenden sich der Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. (YXK) und die Interventionistische Linke an die Öffentlichkeit. Der Aufruf wird von nachfolgenden ErstunterzeichnerInnen unterstützt

  • Bini Adamczak, Autorin, Berlin
  • Prof. Elmar Altvater, Berlin
  • Sabo Akgül, assyrisches Volks- und Kulturhaus Wiesbaden
  • andcompany&Co, Theater- und Performancekollektiv
  • Audiolith, Musiklabel, Hamburg
  • Edgar Auth, Journalist und dju-Mitglied, Frankfurt am Main
  • Dario Azzellini, Assist.-Prof., Johannes Kepler Universität Linz
  • Bertz + Fischer Verlag, Berlin
  • Prof. Ulrich Brand, Wien
  • Prof. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist
  • Murat Çakır, Autor und Publizist, Kassel

Grenzenlose Solidarität mit Rojava

Mitte September befand sich die Rojava-Jugenddelegation der YXK ( kurdischer Studierendenverband ) und eine weitere Delegation aus Young Struggle, SKB ( Sozialistischer Frauenbund Deutschland ) und der Roten Aktion Köln im umkämpften Grenzgebiet zu der kurdischen Stadt Kobanê in Rojava, die zwischen Türkei und Syrien ( Nord- und Westkurdistan ) liegt. Von den Delegationen wurde praktische Solidarität gezeigt und Informationen zur Lage vor Ort gesammelt.

Die Delegation der YXK befand sich zudem in Südkurdistan ( Autonomie Kurdistan im Irak ) und konnte dort ein Flüchtlingslager besuchen. Sie machten dort Interviews mit den Menschen, die vor der IS aus Shengal fliehen konnten. Schließlich wurden sie an der Einreise nach Rojava gehindert und führten deshalb ihre Delegation an der irakischen und türkischen Grenze von Rojava fort.

Am Dienstag, den 28.10.2014 wird im Linken Zentrum [hinterhof], Corneliusstr 108, Düsseldorf eine Veranstaltung zu beiden Delegationen stattfinden. Einlass: 19 Uhr // Beginn: 20 Uhr

Es wird von der politischen und militärischen Lage vor Ort berichtet, den Kämpfen der YPG/ YPJ/ PKK, der Rolle des türkischen Staates an der Grenze zu Kobanê und es wird Bilder und Eindrücke von der basisdemokratischen Autonomie Rojava geben.

Kommt vorbei, bringt eure Fragen mit und nutzt die Möglichkeit, Augenzeugenberichte aus Kobanê zu hören.

Biji berxwedana Rojava!

Unterstützende Gruppen: Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!], Young Struggle, YXK, Rote Aktion Köln, Cenî (Kurdisches Frauenbüro für Frieden ev. ), I Furiosi/ IL, Antifaschistische Linke Düsseldorf

"Wir verändern Mosambik!"

In Europa sind wir daran gewöhnt, mit Afrika nur Hunger und Krieg zu verbinden. Dabei gibt es durchaus politische linke Bewegungen, die ähnlich wie die Interventionistische Linke in Deutschland versuchen mit Massenaktionen des Zivilen Ungehorsams, politisch Einfluss zu nehmen. Eine solche Bewegung ist „Wir verändern Mosambik“, die am 30. Oktober im Stay!-Atelier vorgestellt wird.

Die aktuelle politische Situation in Mosambik weist gegenwärtig die größten Spannungen seit Ende des 16-jährigen Bürgerkrieges auf, der von 1976 bis 1992 stattfand. Obwohl das politische System von der Verfassung her eine Mehrparteien-Demokratie ist, wird die Regierung seit den ersten freien Wahlen im Jahr 1994 ausschließlich von der Frelimo (Frente de Libertacao de Mozambique – Front zur Befreiung von Mosambik) gestellt. Die Wahlen finden regelmäßig alle fünf Jahre statt. Die Renamo (Resistencia Nacional Mocambicana – Nationaler Mosambikanischer Widerstand) stellt sich seitdem als stärkste Oppositionskraft dar. Bedingt durch Streitigkeiten innerhalb dieser Partei hat sich in den letzten sechs Jahren eine neue politische Bewegung, die MDM (Movimento Democrativo de Mozambique – Demokratische Bewegung von Mosambik), gebildet. Sie stellt mittlerweile die drittstärkste politische Kraft im Land. Die MDM hat in den letzten Jahren immer mehr an Zulauf gewonnen, insbesondere in wichtigen Städten des Landes, wo sie in vier Stadtverwaltungen den Bürgermeister stellt.

Solidarität mit Kobane!

Bundesweite Demonstration in Düsseldorf gegen ISIS und für Kobanê!
Samstag, 11. Oktober | 10:00 | Kaiser Wilhelm Ring (Beginn der Demo 12:00)

Solidarität mit Kobanê – Bijî berxwedana YPG u PKK - eine Erklärung von see red! Interventionistische Linke Düsseldorf und i furiosi

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit spielt sich im kurdisch-syrischen Kobanê ein angekündigtes Massaker ab. Seit Wochen wird Kobanê, ein Teil des kurdischen Autonomie-Gebietes in Syrien (Rojava), massiv von der faschistischen Organisation „Islamischer Staat“ (IS) angegriffen. Die kurdischen Volksverteidigungskräfte YPG und der Frauenverbände der YPJ müssen sich mit völlig unzureichenden militärischen Mitteln verteidigen. Die internationale Staatengemeinschaft verweigert ihnen nicht nur humanitäre Hilfe sondern auch die dringend benötigten modernen Waffen um sich gegen den IS zu verteidigen. Rojava steht für ein sozialistisches Projekt, das versucht alle Ethnien und Religionen zu vereinen und die Gleichstellung von Frauen und Männern im Alltag und in der politischen Praxis umzusetzen, um eine neue Gesellschaft aufzubauen.

Aufstand - Serhildan - Intifada

Redebeitrag von see red! Interventionistische Linke Düsseldorf auf der Demonstration 'Stoppt die Kriege! Solidarität mit den Befreiungsbewegungen!' am 30.8.2014 in Düsseldorf:

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,
die letzten Monate sind zweifellos gekennzeichnet von einer blutigen Eskalation zahlreicher Konflikte. In der Ostukraine tobt ein Bürgerkrieg, in Syrien und im Irak verüben die IS-Milizen grauenhafte Massaker und in Gaza herrscht erst seit einigen Tagen eine brüchige Waffenruhe nach wochenlangen Bombardements. Wir leben in Zeiten der Bürgerkriege und Militärinterventionen und es ist ohne Zweifel richtig immer wieder gegen Krieg und Imperialismus zu demonstrieren.

Aber gleichzeitig drohen wir dabei oft einen wichtigen Teil zu übersehen. Denn wir leben auch in Zeiten der Aufstände.

Demonstration: Stoppt die Kriege! Solidarität mit den Widerstandsbewegungen!

In den letzten Jahren und Monaten erlebten wir die Eskalation zahlreicher Konflikte, Kriege und Massaker in der Ukraine und Palästina, in Syrien, im Irak sowie in Kurdistan. Die Konflikte spitzen sich weiter zu. Gegen diese Entwicklungen wollen wir zwei Tage vor dem Anti-Kriegs-Tag mit einer Demonstration ein klares Zeichen setzen und uns solidarisch mit allen zeigen, die für eine Welt ohne Krieg, Unterdrückung und Besatzung kämpfen.

Einladung zur Aktionskonferenz zur Mobilisierung gegen den G7-Gipfel in Elmau 2015

 Die Aktionskonferenz vom 5. Juli 2014 und das Arbeitsgruppentreffen vom 9. August laden für den 20. und 21. September 2014 zur nächsten internationalen Aktionskonferenz nach München ein.

Ziel der Aktionskonferenz ist die Verabschiedung eines gemeinsamen Aufrufs, die Planung gemeinsamer Proteste und die Konstituierung eines Aktionsbündnisses gegen den G7-Gipfel in Elmau 2015. Wir betrachten die Mobilisierung gegen den G7-Gipfel als Teil vielfältiger Proteste gegen Ausbeutung, Kriege und Umweltzerstörung.

Es ist Zeit zu handeln

Eine Erklärung der Interventionistischen Linken zur Solidarität mit dem kurdischen Rojava

Der Wind hat sich gedreht: nein zu religiösem Terror und autoritärer Gewalt.

Wann, wenn nicht jetzt: Lassen wir unsere Solidarität mit Rojava und dem kurdischen Befreiungskampf im Irak praktisch werden - gegen den Terror der IS und für die sofortige Aufhebung des PKK-Verbots, das die kurdische Bevölkerung und ihre Organisationen bis heute in Europa kriminalisiert.*

In den letzten Tagen haben die kurdischen KämpferInnen der Selbstverteidigungseinheiten der YPG aus Rojava (Westkurdistan/Syrien) und der HPG (Guerilla der PKK, Arbeiterpartei Kurdistans in Nordkurdistan/Türkei) gemeinsam in Südkurdistan/Irak einen humanitären Korridor zur Rettung der yezidischen KurdInnen geschaffen. Sie konnten zehntausende Menschen vor der Ermordung oder dem Tod durch Verdursten retten. Einen besonderen Anteil an diesem Erfolg haben die Fraueneinheiten der YPG und HPG. Diese haben in den letzten Tagen gemeinsam mit den Peschmergas aus Südkurdistan eine kurdische Einheitsfront gebildet und konnten u.a. das Flüchtlingslager Maxmur verteidigen und einige Dörfer und Städte vom IS-Terror befreien.

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