Antirassismus

“I ain’t afraid of no ghosts…”

AfD-Busters: Gemeinsam gegen den AfD-Landesparteitag in Werl am 10.09.2016

Nach einem ersten Landesparteitag der AfD NRW im Juli 2016 in Werl plant die rechtspopulistische Partei nun ihre Landeswahlveranstaltung, bei der die angereisten Delegierten über die Besetzung der Listenplätze für die Landtagswahl 2017 beraten werden, und das nun sogar an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden: Am 2./3. September in der Stadthalle Soest und 10./11. September in der Stadthalle Werl. Man wolle, so die stellvertretende Sprecherin im AfD-Landesvorstand NRW Regine Zillessen, „in aller Ruhe diskutieren und den Delegierten viel Raum zum Reden geben“. Da hat wohl jemand die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Wenn die AfD glaubt, sich „in aller Ruhe“ zusammenrotten zu können, egal wann, egal wo, täuscht sie sich gewaltig! Am 10. September werden wir uns ihnen in den Weg stellen, gemeinsam, entschlossen und antifaschistisch. Wir werden nicht zulassen, dass AfD-Veranstaltungen ungestört abgehalten werden
können und irgendwann zur Normalität werden!

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die AfD bedient mit ihrer rassistischen, homophoben und erzkonservativen Hetze geschickt die Ressentiments eines nicht unwesentlichen Anteils der deutschen Bevölkerung: Sie stilisiert sich als „Protestpartei“ der entrüsteten, besorgten BürgerInnen. Erschreckenderweise können AfD-Schwergewichte wie Frauke Petry oder Alexander Gauland scheinbar noch so haarsträubende und menschenverachtende Äußerungen in die Welt plärren wie sie wollen: Die Umfragewerte steigen. Widerstand ist zwingend notwendig, gerade jetzt, gerade bei AfD-Veranstaltung, die zu ihrer strukturellen Festigung und Organisierung dienen sollen.

Antifa Café - AfD Landesparteitag in Werl unmöglich machen und "Krieg ist kein Kinderspiel"

Zwei wichtige Protestmobilisierungen sind das Thema in diesem Monat beim Antifa Café:

*AfD-Landesparteitag in Werl unmöglich machen*
Am 10./11. September will die rassistische Partei AfD erneut einen Landesparteitag in Werl bei Soest abhalten. Erneut wollen wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie dies nicht ungestört tun können, dieses Mal mit einer breiteren Mobilisierung zusammen mit Antifaschist*innen aus ganz NRW. Neben einem kurzen Rückblick auf die letzten Proteste gegen die AfD in Werl, wollen
wir gemeinsam überlegen, wie wir die AfD-Delegierten am 10. September mit unserem Protest konfrontieren können.

*Krieg ist kein Kinderspiel*
Sport, Spiel, Spass, Spannung...und leider auch die Bundeswehr - das alles bietet das Programm des großen NRW-Festes vom 26. - 28. 8. in Düsseldorf. Die Bundeswehr, eine Attraktion unter vielen? Finden wir nicht! Die Bundeswehr ist keine Kinder- und Familienattraktion - sie führt Kriege! Sie soll die politischen und wirtschaftlichen Interessen Deutschlands militärisch durchsetzen. Dazu werden immer mehr Soldaten ins Ausland gesandt und natürlich engagierter Nachwuchs für die Ausbildung an der Waffe gesucht. Werbung für die Truppe beim Kinder- und Familienfest? Geht gar nicht! Lasst uns ihnen den Tag vermiesen!
*Infos zu den Gegenaktivitäten und basteln für die Aktionen*

Wir treffen uns am 16.8. um 19:00 Uhr im Linken Zentrum auf der Corneliusstr. 108

Kommt zum Parteitag der rassistischen AfD in Werl

Am Wochenende vom 2.- 3. Juli will die rassistische Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) ihren Landesparteitag in Werl abhalten. Die Stadthalle im
nordrheinwestfälischen Werl dient als Tagungsort für die rechtspopulistische und offen rassistische Partei, die zunehmend auch demagogische Züge annimmt.

Vielleicht erhofft sich die AfD von der Ortswahl in einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebiets einen ruhigen und ungestörten Ablauf des Parteitages und nur wenige Gegenproteste. Diese Hoffnungen werden wir enttäuschen. Wir werden all denjenigen, die mit ihrer Hetze jeden Tag die rassistische Stimmung in der Gesellschaft anheizen, keine ruhige Minute lassen – ob in den Städten oder auf dem Land!

Kommt am Samstag, den 2.7. nach Werl. Wir sehen uns auf der Straße!

Zur Anreise:

Busse fahren (morgens!) u.a. von Düsseldorf aus. Kosten: 5 Euro, 10 Euro Soli, Vorreservierung mit Angabe von Handynummer erforderlich unter:info@duesseldorf-stellt-sich-quer.de

Wir schauen "Die Anstalt"

Wenn wir ehrlich sind, "Die Anstalt" schauen wir doch sowieso alle. Also warum nicht zusammen? In der zakk Kneipe, Fichtenstr. 40. Gemeinsam vor dem Beamer. Gemeinsam schmunzeln, staunen, lachen und ärgern. Eintritt natürlich frei.

Dienstag, 5. April, ab 21:30 Uhr vorglühen, ab 22:15 Uhr eine der besten Kabarett-Sendungen der Welt angucken.

 

Kauft die CD "Refugees Welcome – Gegen jeden Rassismus"

Während das Klima in Deutschland auch 2016 immer noch rauer wird und Rassismen verstärkt werden, gibt es auf der anderen Seite auch sehr viele tolle Menschen, die sich aktiv gegen Gewalt von Rechts und für Geflüchtete einsetzen. Um diese finanziell zu unterstützen, haben Jonas Engelmann und Torsten Nagel einen Sampler zusammengestellt, der nicht nur viele exklusive Songs enthält, sondern auch umfangreiches Informationsmaterial zum Thema beinhaltet. Der Sampler erscheint in Kooperation des Ventil Verlag & Kupo e.V. über Springstoff, sämtliche Erlöse werden lokalen, selbstorganisierten und antirassistischen Initiativen zur Verfügung gestellt.

Viele der Songs wurden exklusiv für den Sampler produziert. Mit dabei sind: Dirk von Lowtzow, Frittenbude, Denyo, GUSTAV, Antilopen Gang, sookee, Spezial-K, Neonschwarz, Feine Sahne Fischfilet, Pisse, Egotronic,candelilla, Human Abfall, A Tribe Called Knarf, The Dropout Patrol, Form, Das Flug, Chaoze One, Microphone Mafia, Mal Elévé (Irie Révoltés), Das Bierbeben, Berlin Boom Orchestra, Brockdorff Klang Labor, Kobito, les trucs.

Online zu kaufen unter www.springstoff.de

 

Demo zum Weltfrauen*tag 2016 in Köln

Unser Feminismus ist antirassistisch – Reclaim feminism

WORÜBER GESCHWIEGEN WIRD
Das Jahr 2016 hat in vielen Städten Deutschlands mit Übergriffen auf Frauen* begonnen – auch in Köln. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen* ist in der Silvesternacht sichtbar geworden – unübersehbar in die öffentliche Debatte gezerrt. Wieso plötzlich das mediale Interesse? Die Thematisierung ist richtig und wichtig. Den Betroffenen der sexualisierten Übergriffe von Silvester - und aller sexualisierten Übergriffe, die alltäglich passieren - muss jegliche gewünschte Solidarität und Unterstützung zukommen. Es ging dabei jedoch nicht vorrangig um die Benennung sexualisierter Gewalt, sondern um die vermeintliche Herkunft der Täter – und das unverhohlen rassistisch: Im Verlauf wurde schnell nicht mehr über Sexismus gesprochen, sondern über die Verschärfung des Asylrechts, Abschottung und Abschiebung. Ein gängiges Fazit: Nicht der Sexismus in diesem Land sei das Problem, sondern die zu uns Geflüchteten. Jedoch: Sexismus ist nicht nach Deutschland eingewandert, Sexismus ist hausgemacht. Er findet statt – schon immer, ständig und überall.

Sexismus findet sich strukturell in unterschiedlich hoher Entlohnung, Benachteiligung aller Frauen*, speziell von Transfrauen und Frauen* of colour, am Arbeitsmarkt oder in unterschiedlichen Belastungen, bspw. durch Kinderbetreuung wieder. Er findet sich ebenso in sexistischer Werbung und in den Seminaren von sogenannten „Pick-up Artists“, in den Männer lernen, wie sie Frauen* gegen ihren Willen verfügbar machen. Nicht gesprochen wird über sexualisierte Gewalt, die in den eigenen vier Wänden stattfindet. So finden 90% Prozent aller Vergewaltigungen im nahen Umfeld statt, von Verwandten, Bekannten und (Ex-)Partnern. Nicht gesprochen wird über die alltägliche Sexualisierung und sexualisierten Übergriffe auf Frauen* of colour.

Stellungnahme der IL zu den Hintergründen der Razzia in Hannover

Die Zeichen der Zeit erkennen!

Der Merkel-Erdogan-Deal wirkt. Er wirkt bis nach Hannover, wo am 11. Februar die Räume des Unabhängigen Jugendzentrums Kornstraße von der Polizei durchsucht werden. Beschlagnahmt werden 41 Plakate, 82 Flyer und vier Computer - gegen vier Genoss_innen wird nach §129a ermittelt. Sie sollen dafür gesorgt haben, dass sich die PKK im Zentrum treffen konnte.

Flüchtlingskrise und Willkommenskultur – Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie

Dienstag, 02.02.2016, 20 Uhr, Welcome Center der Initiative Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf, Heinz-Schmöle-Straße 7, 40227 Düsseldorf (Hinterausgang des HBF, Richtung Bertha v Suttner Platz)

Angesichts der seit August 2015 ausgerufenen "Flüchtlingskrise" herrscht in Deutschland helle Aufregung: Politiker und Parteien streiten über den künftigen Umgang mit der unerwünschten Zuwanderung. Und die Bundesbürger/innen tun ihr Bestes, um ihr Land in dieser schwierigen Lage zu unterstützen. Die einen schnüren Willkommenspakete und begrüßen "refugees" klatschend an Bahnhöfen, die anderen sagen "Nein zum Heim" oder zünden letztere gleich an. Bei so viel patriotischem Tatendrang erscheinen Fragen nach den globalen Fluchtursachen, den Zielen der europäischen Flüchtlingspolitik und den Gründen für ihr offizielles "scheitern" (A. Merkel) eher nebensächlich. Völlig ungeklärt bleiben die Gründe für die neue deutsche Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und ihre seltsame Willkommenskultur.

[Vortrag] Reisebericht aus Kurdistan & der Türkei

Vortrag und Diskussion mit Serdar Agit Boztemur

Freitag,18. Dezember 2015 um 19:00 Uhr

Ort: Türkei Zentrum, Erkrather Str. 279, 40231 Düsseldorf

Eine gemeinsame Veranstaltung von Türkei Zentrum e.V. & Die Linke. Düsseldorf

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In den letzten Wochen und Monaten ist viel über den Wahlkampf in der Türkei berichtet worden. Von den Repressionen der AKP, vom Hoffnungsschimmer der
oppositionellen Partei der demokratischen Völker (HDP), von der Flüchtlingssituation, und auch von der Bedrohung durch den so genannten islamischen Staat (IS).

Zwei Wochen lang war Serdar Agit Boztemur mit einem Journalisten-Team in der Region unterwegs.

Tipp: Veranstaltung zu "Frontex"

Wir empfehlen für den 9. Dezember folgende Veranstaltung im Zakk, die um 19 Uhr beginnt:
 

Vortrag & Diskussion

 

PUSH BACK FRONTEX – GEGEN DIE MILITARISIERUNG DES EUROPÄISCHEN GRENZREGIMES!

Vortrag von Conni Gunßer (Flüchtlingsrat Hamburg) über die EU-Grenzschutzagentur Frontex.

Conni Gunßer vom Flüchtlingsrat Hamburg spricht über Geschichte und Hintergründe der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, die seit Jahrzehnten auf Abschreckung und Kriminalisierung der Migrationsbewegungen zielt. Des Weiteren über aktuelle Entwicklungen in der Europäischen Flüchtlingspolitik, über die Proteste dagegen und macht konkrete Handlungsvorschläge. Sie unterstützt selbst seit Jahren Flüchtlinge und Migrant_innen in ihren Kämpfen. Sie arbeitet mit bei »Watch the Med Alarmphone« und »Afrique-Europe-Interact«.
Zu Frontex referierte sie zuletzt beim Weltsozialforum im März 2015 in Tunis.

Eintritt frei.

Veranstalter: SJD - Die Falken in Kooperation mit zakk

 

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