Trainieren lernen. Für die Massenblockade in Frankfurt.

Das Aktionstrainer_innen-Netzwerk „Skills for Action“ bietet am Wochenende vom 13.-15.04.  ein Train-the-Trainers-Workshop (TTT) in Frankfurt am Main an, zu dem alle herzlich eingeladen sind, die gerne selbst Aktionstrainer_innen werden wollen.

Das TrainerInnen-Netzwerk ist rund um die „Block G8“-Kampagne 2007 in Heiligendamm entstanden und versteht sich selbst als links, undogmatisch und bewegungsorientiert. Es bietet hauptsächlich Aktionstrainings für Massenaktionen des zivilen Ungehorsams an.

Neben der Vermittlung von Trainings- und Moderationstechniken sowie dem Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden, wollen wir uns an diesem Wochenende besonders mit den im Mai in Frankfurt geplanten Aktionen gegen das autoritäre Krisenmanagement der Troika (EU, IWF und EZB) auseinandersetzen und uns überlegen, wie ein Aktionstraining zu diesem Anlass konzipiert sein könnten.

An wen richtet sich der Workshop? Das TTT ist prinzipiell für jede und jeden offen. Ein einzelnes Seminar macht aber noch keine/n Trainer_in! Bestimmte Voraussetzungen sind für die Trainer_innenausbildung  sinnvoll. Grundsätzlich ist jeder Mensch fähig, anderen Menschen motivierend und kompetent, Fähigkeiten für Aktionen zu vermitteln. Es klappt aber einfach besser, wenn ihr bereits ein bisschen Aktionserfahrung oder Erfahrungen aus der eigenen Teilnahme an einem Training mitbringt.

Das Train-the-Trainers richtet sich an Leute, die in Zukunft Trainings geben wollen. Ein Workshop ohne anschließende Trainingspraxis ist nutzlos. Gerne helfen wir euch im Anschluss an das TTT erfahrene Trainer_innen zu finden, mit denen ihr eure ersten Trainings gemeinsam geben könnt.

Ort: Frankfurt am Main Beginn: 13.4. Freitag 18h Ende: 15.4. Sonntag 15h

Griechisches Krankenhaus unter Arbeiterkontrolle

Das Gesundheitspersonal, das ein Krankenhaus in Griechenland besetzt und es unter Arbeiterkontrolle gestellt haben, veröffentlicht folgende Erklärung zur Besetzung des Krankenhauses. (Stand 28. Februar 2012)

Hallo an alle,
Vielen, vielen Dank für euer Interesse und Unterstützung.

Die Besetzung unserer Klinik in Kilkis durch seine Arbeiter begann am Montag, 20. Februar, 08.30 Uhr Ortszeit.

Diese Besetzung ist nicht nur wegen uns, den Ärzten und ArbeiterInnen am Kilkis Hospital. Auch ist es nicht nur wegen des griechisches National Health System, das zusammenbricht, ja. Wir sind in diesem Kampf, weil jetzt die Menschenrechte und unser Leben in Gefahr sind. Und diese Bedrohung besteht nicht nur für ein Land, oder gegen einige wenige Länder, oder ein paar soziale Gruppen, sondern gegen die niedrigen und mittleren Klassen in Europa, Amerika, Asien, Afrika, in der ganzen Welt.

Das heutige Griechenland, ist das zukünftige Bild von Portugal, Spanien, Italien und den übrigen Ländern weltweit.

Die ArbeiterInnen am Kilkis Hospital und an den meisten Krankenhäusern und Gesundheitszentren in Griechenland werden nicht rechtzeitig bezahlt und einige von ihnen sehen, dass ihre Gehälter nach unten auf praktisch auf Null gesenkt wurden.. Ein Bergwerkarbeiter wurde in unsere kardiologischen Klinik gebracht wegen eines Schocks, den er erltt, als er sah, dass er anstelle des üblichen Schecks von 800 Euro (ja, das ist sein Monatsgehalt) vom Staat, er eine Benachrichtigung darüber bekam, dass nicht nur nichts für diesen Monat bekommen wird, sondern das er 170 € zurückzahlen soll! Andere ArbeiterInnen bekamen nur 9 (neun) oder 4 € ausgezahlt und werden noch weniger in diesen Monat bekommen! Diejenigen von uns, die noch immer so etwas wie Gehalt erhalten, wird ihnen helfen wie immer wir es können.

Autobahnaktionstag und Frankfurter Konferenz erfolgreich

Am letzten Wochenende fand sowohl der Autobahnaktionstag gegen die Castortransporte als auch die Frankfurter Aktionskonferenz zur Vorbereitung der antikapitalistischen Massenblockaden im Mai statt. Wir haben uns - als Teil der Interventionistischen Linken - an beidem beteiligt.

Autobahnaktionstag:

Rund 800 AtomkraftgegnerInnen aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie dem angrenzenden Weserbergland haben am Samstag mit einem landesweiten Autobahn-Aktionstag für einen Stopp aller Atomtransporte und die sofortige Stilllegung sämtlicher Atomanlagen in der Region demonstriert. Mit drei Autokorsos, mehreren Kundgebungen, Mahnwachen an Autobahnbrücken und Autobahnraststätten sowie einem Blockadetraining verstärkten die Anti-Atomkraft-Initiativen ihren politischen Druck auf die Bundes- und Landesregierung und zeigten Aktionsbereitschaft.

Weitere Informationen unter www.westcastor.de

Frankfurter Konferenz / Resolution:

Die 400 Teilnehmer_innen der Aktionskonferenz vom 24. - 26. Februar haben beschlossen, vom 17. bis zum 19. Mai zu Tagen des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union aufzurufen. Wir wehren uns gegen gegen die Verwüstung Griechenlands und anderer Länder, gegen die Verarmung und Entrechtung von Millionen und die faktische Abschaffung demokratischer Verfahren in der Folge von Beschlüssen der Troika (EZB, EU und IWF).

Dresden 18.2.2012 – Fazit

Dort, wo vor drei Jahren noch 7.000 Nazis durch die Straßen marschierten, zogen heute mehr als 10.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Spektren entlang. Mit ihrem Protestzug feierten sie nicht nur den Erfolg, der durch den antifaschistischen Konsens des Bündnisses möglich wurde, sondern kritisierten vor allem die „sächsischen Verhältnisse“.

Ermittlungsbehörden und Regierung hatten 2010 und 2011 alles dafür gegeben, antifaschistischen Protest zu kriminalisieren. Sie stellten Blockaden als Straftaten dar, hoben Immunitäten auf, ließen das Büro des Bündnisses und angrenzende Räume, etwa den Roten Baum e.V. durch SEK-Einheiten stürmen, verfolgten FahnenträgerInnen mithilfe des Vorwurfs des Schweren Landfriedensbruchs und mindestens vierzig Menschen mithilfe des Paragraphen 129 (Bildung einer kriminellen Vereinigung). In einer Funkzellenabfrage sammelten sie rechtswidrig mehr als eine Millionen Verbindungsdaten und 50.000 Bestandsdaten. Sie ernteten dafür nicht nur durch Politik und Experten in ganz Deutschland massive Kritik. Lautstark widersetzten sich die TeilnehmerInnen der Demo heute gegen diese Art von Vorgehen gegen antifaschistischen Protest.

Bodo Ramelow (DIE LINKE Thüringen), Abschlussredner der Demonstration, erklärte den heutigen Tag kurzerhand zum schönsten seines Lebens und ergänzte, dass es nur dem breiten Protest des Bündnisses zu verdanken sei, dass die Nazis im Februar 2012 keinen Stich sahen.

Wir bedanken uns bei allen, die in den letzten drei Jahren keine Mühen gescheut haben, sich auch von der Kriminalisierung nicht abschrecken ließen und mit uns gemeinsam die Nazis blockierten. Für sie alle war dieser Tag der Lohn aller Anstrengungen.

(Q: Dresden Nazifrei)

Griechenland und Türkei - zwei lesenswerte Broschüren

Am 27. Oktober 2010 titelte BILD: "Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!" Wir bieten eine Broschüre der RLS zum download, die Argumente gegen die Hetze bündelt: 20 beliebte Irrtümer in der Schuldenkrise. (1485)

Mehr als 6800 politisch motivierte Festnahmen zählt der türkische Menschenrechtsverein IHD allein für das Jahr 2011. Die Situation in der Türkei eskaliert und das weitgehend unbeachtet von der bundesdeutschen Öffentlichkeit. Die Broschüre Demokratie hinter Gittern (1343) informiert anhand von Portraits einzelner Gefangener.

Dresden 13.2.2012 - Fazit und Kommentar

Fazit von Dresden Nazifrei: 6000-8000 BlockiererInnen machen Trauermarsch zur Lachnummer, 2500 protestieren mit Täterspuren gegen den Opfermythos Dresden. Für uns ist der 13. Februar 2012 ein voller Erfolg. Unser Ziviler Ungehorsam ist legitim und wir sehen uns nächste Woche Samstag wieder in Dresden! Ausdrücklich möchte sich das Mod-Team bei allen HelferInnen im und um das Bündnis herum bedanken, die in den letzten Wochen alles dafür getan haben, dass der Naziaufmarsch in Dresden ein Stück mehr Geschichte wird. Ihr wart und seid die Besten!

Unfaßbar - Eiskalte Abschiebung - die Zweite!

Sammelabschiebung nach Serbien, Belgrad Di. 14.02. 2012 ab Düsseldorf-Flughafen

PROTEST:
Düsseldorf Flughafen 14.2.2012
8:00 h Gate "F" zwischen Feuerwehr und Tor 36 (gegenüber Parkhaus 7) - Solidarität mit den Flüchtlingen
10:00h Terminal B, Abflughalle - lautstarke Demonstration - Die eiskalte Ruhe brechen!

aktueller Nachtrag:
Flug ist wieder von FRONTEX koordiniert, Auftraggeberin ist die Bundespolizei Koblenz.
Gebucht allein aus NRW ca. 80 Personen, darunter ca. 70 Roma und mehr als 25 Kinder und Jugendliche die zusammen mit ihren Familien abgeschoben werden sollen - Buchungen schwanken aber noch.

Bustickets nach Dresden

Bustickets für die Fahrt von Düsseldorf nach Dresden am 18.02. zur Verhinderung des Naziaufmarsches können für 15€ (Sparpreis), 20€ (Normalpreis) oder 25€ (Solipreis) erworben werden:

Buchhandlung “BiBaBuZe” – Aachener Str.1 Mo.-Fr. 9.30 – 18.30, Sa. 9.30 – 16.00

Linkes Zentrum, Hinterhof – Corneliusstr. 108 09.02.: 20.00 – 22.00
13.02.: 19.30, letzte Infos für alle, die mitfahren

www.npnrw.blogsport.de www.nrwdresden.blogsport.de

Aktionskonferenz: Nicht nur jammern - handeln! Das Finanzviertel in Frankfurt blockieren!

Den Wind der globalen Proteste im Rücken wird es im Mai eine Vielzahl von Aktionen zentral in Frankfurt geben, dazu wird europaweit mobilisiert: Lasst uns das Finanzviertel blockieren wie die Occupistas in Oakland den Hafen. 

Ziel ist es, mit gleichermaßen massenhaften wie entschiedenen Aktionen ein unübersehbares Zeichen der Solidarität zu setzen. Gemeinsam, entschlossen, solidarisch, erfolgreich!

Was wann wie wo stattfindet, wird auf der Europäischen Aktionskonferenz in Frankfurt am Main vom 24. bis 26. Februar 2012 entschieden. Kommt mit dahin! Einladung im Anhang.

 

Sammelabschiebung Kosovo am 07.02.2012 von Flughafen Düsseldorf

Eiskalte Abschiebung

Trotz Wintererlass in NRW (bedingter Abschiebestop in der kalten Jahreszeit) werden weiterhin Sammelabschiebungen in den Kosovo durchgeführt. Der nächste Flug geht am 07.02.12 von Düsseldorf, organisiert von FRONTEX, mit Zwischenstopp in Wien. Betroffen sind auch 10 Personen aus NRW.

Ab 8.00 Uhr werden die Flüchtlinge zum Rollfeld Gate D(?) gebracht. Neben der Feuerwache des Flughafens (zwischen Terminal A und Tor 36) - gegenüber Parkhaus 7.

Um 10h wird es eine Demo im Terminal B, Abflughalle, Flughafen Düsseldorf geben.

Wie bei den letzten Sammelabschiebungen werden auch diesmal wieder Medienvertreter_innen und Aktivist_innen vor Ort sein.

Mit Lärm, Transparenten und Flyern wollen wir im Flughafen auf die zeitgleich stattfindende Abschiebung aufmerksam machen.
Wir wollen unsere Präsenz zeigen, im Flughafen sichtbar machen, was sie so gerne unbemerkt an einem abgeschiedenen Gate abwickeln würden: Die massenweise Abschiebung von Menschen, die Verschleppung von Mitbürger_innen gegen ihren
Willen, die im wahrsten Sinne des Wortes eiskalten Abschiebungen - ihre oft tödliche Abschiebemaschinerie.

Kommt eigenverantwortlich, denkt euch was aus und zeigt dem Flughafen und der Abschiebemaschine, was ihr von all dem haltet. Kommt mit Lärm und Transparenten, mit kreativen Ideen oder einfach nur so. Der Flughafen ist groß und sie hätten gerne ihre Ruhe, die sollen sie aber nicht bekommen.

Sand ins Getriebe der Abschiebemaschine!
Abschiebeflugzeuge auf den Schrotthaufen!
Jede_r hat das Recht zu bleiben und zu leben wo es ihr gefällt!
Gegen den kapitalistischen und rassistischen Normalzustand!

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