Am 8.12.2014 in Düsseldorf: Gegen jede rassistische Hetze!

RechtspopulistInnen und Neonazis wollen am 8. Dezember in Düsseldorf demonstrieren - AntifaschistInnen rufen zum Protest "Gegen jede rassistische Hetze!" auf.

Bereits am 24. November berichtete der von der „LOTTA –antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen“ betriebene Blog „NRW rechtsaußen“, dass aus rechtspopulistischen Kreisen für den 8. Dezember eine nrw-weite, antimuslimische Demonstration unter dem Motto "NRW gegen Islamisierung" in Düsseldorf in Planung sei. Veranstaltet wird die Aktion von "DÜGIDA - Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes", einer zwischenzeitlich offiziellen Untergruppierung von „PEGIDA - Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Federführend organisiert wird sie u.a. von Alexander und Angela Heumann aus Düsseldorf. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann war im Mai 2014 Kommunalwahlkandidat der "Alternative für Deutschland" (AfD), gehört dem Vorstand der rassistischen “Bürgerbewegung Pax Europa” an und hielt zuletzt auf der Kundgebung der "Hooligans gegen Salafisten" (HOGESA) in Hannover eine Rede. Auch Angela Heumann trat als AfD-Kommunalwahlkandidatin in Erscheinung. Beide gehören dem Rechtsaußenflügel der AfD an und wirken in der "Patriotischen Plattform" mit.

AfD lädt Neonazis nach Düsseldorf

 
UPDATE: Wir mobilisieren für 17:30 auf den Johannes-Rau-Platz
(an der Rheinkniebrücke/dem Apollo Theater) => (Facebook)
 

Für den 8. Dezember hat der, von dem AfD Rechtsaußen Heumann ins Leben gerufene, Düsseldorfer Ableger der rassistischen “Bürgerbewegung” PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) eine Demonstration angekündigt. Betrachtet man die entsprechenden Internetaktivitäten ist bereits jetzt klar, dass ein großer Teil der Teilnehmer*innen aus militanten Neonazis und rechten Hooligans bestehen wird. Das ist angesichts der inhaltlichen Ausrichtung der Kundgebung auch nicht verwunderlich. Wir werden diesem Treiben natürlich nicht tatenlos zu sehen!

Kommt am Montag um 17:30 Uhr zu den Gegenaktivitäten!

Antifaschist*innen aus Düsseldorf

Hintergründe:
http://nrwrex.wordpress.com/2014/11/24/d-pegida-demo-am-8-dezember-in-dusseldorf-angekundigt/

Mexiko schreit nach Recht und Gerechtigkeit – Ein Studierender aus Ayotzinapa/Guerrero berichtet

Sonntag, 14. Dezember, ab 16 Uhr Café, ab 17 Uhr Vortrag und Diskussion mit einem Studierenden der Lehramtsschule in Ayotzinapa, Guerrero/Mexiko
Linkes Zentrum [hinterhof], Corneliusstraße 108, 40225 Düsseldorf
  Leider muss die Veranstaltung auf Januar verschoben werden, da die Lage in Mexico gerade wohl sehr angespannt ist. Die beiden Menschenrechtszentren, die die Eltern und die Studierenden betreuen haben abgeraten, die Reise jetzt zu machen.

Mexiko ist in Aufruhr, seitdem am 26. September 2014 43 Studierende der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero nach einer Protestaktion in der Stadt Iguala von Polizei und Drogenkartellen verschleppt wurden und die Polizei dabei 6 weitere Menschen erschoss und 24 (schwer) verletzt. Es ist zu befürchten, dass auch die 43 Verschleppten ermordet wurden.

Interventionistische Linke im Aufbruch - ein Zwischenstandspapier

Dieses Papier ist das vorläufige Ergebnis einer mehrjährigen Diskussion, in der sich die Interventionistische Linke über die nächsten Schritte im Organisierungsprozess verständigt hat. Ursprünglich wollten wir ein viel längeres Papier veröffentlichen. Die politischen Positionen sollten ausführlich dargelegt und begründet, unsere aktivistische Praxis in den wichtigsten Arbeitsfeldern grundsätzlich strategisch bestimmt werden. Irgendwann haben wir gemerkt, dass dieser Anspruch für den Augenblick zu hoch ist, und uns entschieden, einen Zwischenstand aufzuschreiben.

Das erschien uns auch deshalb passend, weil es in einer lebendigen, sich entwickelnden Organisation ohnehin keine abgeschlossenen und in Stein gemeißelten Grundsätze geben sollte. Insofern ist die Bezeichnung »Zwischenstandspapier« auch eine programmatische Aussage. Sie soll uns auch vor Selbstüberschätzung bewahren. Wir wissen, dass es klügere Analysen und schwungvollere Aufrufe gibt. So manche konkreten Aussa- gen werden schon bald von der gesellschaftlichen Entwicklung überholt sein, und die Strukturen werden sich mit den Anforderungen und den gemeinsamen Erfahrungen verändern.

Nach vielen Entwürfen, nach zahllosen Diskussionen in Arbeitsgruppen, in den IL-Gruppen und auf Klausurtagungen, haben wir dieses Papier schließlich auf einem Gesamtreffen am 11. Oktober 2014 gemeinsam beschlossen. Wir haben zuvor um Positionen gerungen, manche mussten Kompromisse eingehen und längst nicht alle sind mit allen Aussagen und Textpassagen glücklich. Dennoch – und darin liegt die besondere Qualität dieses Textes – haben wir eine strategische Verabredung und eine gemeinsame Aufgabenbestimmung getroffen, die von einigen Hundert Aktivist_innen in etwas mehr als zwanzig Gruppen in Deutschland und Österreich sowie einigen angeschlossenen Projekten getragen wird.

"Hooligans gegen Salafisten" in Köln

Wir DOKUMENTIEREN weiter unten einen aktuellen Artikel des Antifa Infoblatt, zuvor eine aktuelle Veranstaltungsankündigung:

Aufbruch zur vierten Halbzeit? Rechte Hooligans im „Kampf gegen Salafisten“

Eine INPUT-Veranstaltung in Kooperation mit SJD-Die Falken Düsseldorf und F95.Antirazzista. Mo., 1. Dez. 2014, 19.30 Uhr, Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliustr. 108, Düsseldorf.


„Hier sind nicht nur Nazis!“ - über die rechtsradikalen Hooligan-Ausschreitungen in Köln

Es deutete sich bereits im Vorfeld an, dass die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), einem losen, vereinsüberschreitenden Zusammenschluss von Hooligans und Fußballfans sowie verschiedenen rechten Akteur_innen, nicht einfach nur eine Veranstaltung „gegen Salafismus“ werden sollte. Auf Facebook kündigten über 7000 Personen ihr Kommen an, rund 5000 waren es dann tatsächlich – was wohl etwas mehr als erwartet, aber dann doch nicht vom Himmel gefallen war. Die Polizei hingegen ging von etwa 1500 Personen aus und richtete ihr Konzept, wie auch immer das aussah, nach dieser Personenzahl aus. Dass diese Demonstration in offener Gewalt und der wohl größten Machtdemonstration der extremen Rechten der letzten Jahre endete, war zumindest ein Stück weit vorhersehbar.

Von Jana Westermann und Oliver Dehn

Bereits Stunden vor Veranstaltungsbeginn zeichnete sich ein erschreckendes Bild: große Gruppen von aggressiven und aufgedrehten Hooligans und Neonazis liefen ohne sichtbare Polizeipräsenz ungestört im Bahnhofsgebäude herum. Reisende, darunter viele Migrant_innen oder als links Identifizierte, wurden beleidigt, bedroht und bedrängt. Dass es nicht bereits hier zu schlimmeren Vorfällen kam, scheint purer Zufall zu sein.

Unterstützt die Selbstverteidigungskräfte in Rojava!

Mit einem gemeinsamen Aufruf wenden sich der Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. (YXK) und die Interventionistische Linke an die Öffentlichkeit. Der Aufruf wird von nachfolgenden ErstunterzeichnerInnen unterstützt

  • Bini Adamczak, Autorin, Berlin
  • Prof. Elmar Altvater, Berlin
  • Sabo Akgül, assyrisches Volks- und Kulturhaus Wiesbaden
  • andcompany&Co, Theater- und Performancekollektiv
  • Audiolith, Musiklabel, Hamburg
  • Edgar Auth, Journalist und dju-Mitglied, Frankfurt am Main
  • Dario Azzellini, Assist.-Prof., Johannes Kepler Universität Linz
  • Bertz + Fischer Verlag, Berlin
  • Prof. Ulrich Brand, Wien
  • Prof. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist
  • Murat Çakır, Autor und Publizist, Kassel

Haydi Barikata! Bandista kommen

Samstag, 11. Oktober, Haus der Jugend, Lacomletstr. 10

18 Uhr Kino, 20 Uhr Konzert, 10 Euro

Bandista aus der Kulturhauptstadt Istanbul kommen nach Düsseldorf und
präsentieren Reggae, Dub, Ska und Afrobeats, immer unterlegt mit
traditionellen anatolischen Klängen. Die Band sieht ihre Wurzeln in der
kulturellen Vielfalt Anatoliens, betont aber dennoch ihre internationale
Haltung. Nicht von ungefähr sind Boikot(Esp), Ma Valise(F), Fermin
Muguruza (Euskadi) oder Compania Bataclan (BRD) ihre Schwesterbands.

In ihren Texten plädieren sie für eine Vielfalt der Kulturen und
positionieren sich gegen Unterdrückung, Ausbeutung, Rassismus und
Sexismus. Die Band verbindet Musik mit Inhalten und richtet sich nicht
nur an die Menschen in der Türkei und Kurdistan, sondern denkt über
jegliche Landesgrenzen hinaus.

Bandista ist bekannt dafür, Teil der Proteste zu sein, beispielsweise
im Gezi-Park oder auf dem Taksim, wo sie spontane Auftritte
organisierten. So waren sie auch bei den ArbeiterInnen der
Kazova-Textilfabrik in Istanbul, die ihre Fabrik besetzt haben und dort
ohne Chefs Pullover produzieren. Das Musikkollektiv will, dass auch
Menschen mit wenig Geld ihre Musik hören können, deshalb bietet es seine
Musik im Internet zum kostenlosen Download (tayfabandista.org) an und
lebt von Konzerten und Merchandise.

Samstag, 11. Oktober, Haus der Jugend, Lacomletstr. 10, 18 Uhr Kino, 20 Uhr Konzert, 10 Euro

Protest gegen Zwangsräumung vor Landgericht Düsseldorf

Am 18. September 2014 protestierten AktivistInnen aus Düsseldorf und Köln vor dem Landgericht Düsseldorf gegen die drohende Zwangsräumung des 89jährigen Hans Liedloff aus seiner seit mehr als 50 Jahren bewohnten Mietwohnung in Düsseldorf-Garath. Kalle aus Köln, der ebenfalls von Zwangsräumung betroffen war, solidarisierte sich mit einer Rede und der Prozeßbegleitung. Für den 6. November 2014, 14 Uhr ist die Urteilsverkündung anberaumt. Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum Düsseldorf kündigt Aktionen des Zivilen Ungehorsams für den Fall eines Räumungsurteils an.

Kurze Rede von Kalle aus Köln als Video

AktivistInnen der Interventionistischen Linken Düsseldorf [see red!] beteiligten sich an den Protesten. Mehr Infos über uns unter www.facebook.com/srddorf und www.anti-kapitalismus.org.

 

Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!] Protest gegen Zwangsräumung
Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!] Protest gegen Zwangsräumung
Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!] Protest gegen Zwangsräumung
Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!] Protest gegen Zwangsräumung

Düsseldorf: 89 Jahre altem Mann droht Zwangsräumung!

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum in Düsseldorf und „Recht auf Stadt“ Köln unterstützen Berufungsklage von Hans Liedloff

Kommt zur Protestaktion!
Donnerstag, 18.09.2014, 09.00 Uhr,
Landgericht Düsseldorf, Werdener Str. 1

Hans Liedloff lebt seit nun 50 Jahren in seiner Mietwohnung in Düsseldorf-Garath. Doch seit 2008 erschweren ihm Rechtsstreitigkeiten mit seinen Vermietern das Leben. Dem 100 % schwerbehinderten und fast blinden Mann droht nun die Zwangsräumung.

Bereits vor Jahren entbrannte der Rechtsstreit wegen angeblicher Mietrückstände und notwendiger, jedoch nicht durchgeführter Sanierungen. Letztlich wehrte sich Hans Liedloff mit einer Anzeige gegen seine Vermieter. Dies nahmen sie zum Anlass, eine Räumungsklage gegen den hoch betagten Witwer anzustreben. Dieses Verfahren wird nun am kommenden Donnerstag in einer Berufungsklage vor dem Landgericht Düsseldorf verhandelt.

Unterstützung suchte Hans Liedloff nun gemeinsam mit Kalle aus Köln, der im April 2014 zwangsgeräumt wurde, beim Bündnis für bezahlbaren Wohnraum Düsseldorf.

„Es ist unfassbar, welchem Stress Hans Liedloff ausgesetzt wird. Eine drohende Zwangsräumung bedeutet eine massive persönliche Belastung“, sagt Kalle Gerigk als Betroffener einer Zwangsräumung. „Gemeinsam mit den erfahrenen Unterstützer_innen aus Köln werden wir nicht zulassen, dass Hans Liedloff seine Wohnung verlieren wird“, ergänzt Julia von Lindern, Sprecherin des Bündnis' für bezahlbaren Wohnraum in Düsseldorf.

Rechte Tagung in Düsseldorf verhindern!

Update vom 5.9., 17 Uhr: Nachdem es AntifaschistInnen gelungen ist, die extrem rechte Tagung aus Düsseldorf zu vertreiben, planten die Rechten nach Dortmund auszuweichen. Auch dies wurde durch antifaschistische Intervention vereitelt. Nach bisherigem Kenntnisstand finden die Rechten finden bei ihren braunen Kameraden aus Bonn Unterschlupf. Der Veranstaltungsort lautet Haus der Burschenschaft Raczeks, Johannes-Henry-Straße 18, 53113 Bonn. Treffpunkt für Düsseldorf, 8:30 Uhr, UFA-Kino, HBF

 

(EXTREM) RECHTEN SCHREIBTISCHTÄTER_INNEN ENTGEGENTRETEN – DEN „ZWISCHENTAG“ UNMÖGLICH MACHEN!

Bereits zwei Mal führte die intellektuelle (extreme) Rechte in den vergangenen Jahren ein von ihr als „Freie Messe“ bezeichnetes Vernetzungstreffen durch. Unter dem Veranstaltungstitel „Zwischentag“ ist dieses auch als Buchmesse verkaufte Großevent der sogenannten Neuen Rechten dabei in erster Linie ein Treffen für „Gleichgesinnte“. Akteure, wie z. B. Verlage, Zeitungen, Online-Foren, (extrem) rechte Think Tanks oder burschenschaftliche Verbindungen, nutzen die eintägige Veranstaltung als PR-Veranstaltung für die ‚interessierte‘ Öffentlichkeit, mehr noch aber als interne Vernetzungsplattform. Hier wollen sie sich mit Sympathisantinnen und Sympathisanten austauschen, für Ihre Positionen werben, sich ihrer Gemeinsamkeiten vergewissern und gemeinsame Strategien entwickeln. Mehrere Hundert Teilnehmer_innen besuchten den letzten „Zwischentag“ in Berlin, seinen Ausstellungsbereich sowie das „Begleitprogramm“ mit Vorträgen, Lesungen und Podiumsdiskussionen. Verantwortliche Initiatoren des „Zwischentages“ sind vor allem Götz Kubitschek – Redakteur der rechten Zeitschrift „Sezession“, Verleger und Mitbegründer des „Instituts für Staatspolitik“, der „Denkfabrik“ der Neuen Rechten –, und zuletzt auch Felix Menzel, Herausgeber der rechten Internet-Zeitung „Blaue Narzisse“. Beide gelten in der Neuen Rechten als DIE herausragenden Organisatoren und Multiplikatoren eines neuen Rechtsintellektualismus, eine Zuschreibung, die sie sich auch selbst geben.

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