Gegen rechte Zeitungen

Braune Blätter müssen welken. Extrem rechte Publikationen spielen eine große Rolle bei der Verbreitung braunen Gedankenguts. Zwei Düsseldorfer Gruppen planen deshalb Aktionen gegen deren Verbreitung.

TERZ: Ihr habt für Februar den Start einer Kampagne gegen die Verbreitung von extrem rechten Zeitungen in Düsseldorf angekündigt – worum geht es dabei?

Anna Herzog von Barrikada: An verschiedenen Stellen in Düsseldorf gibt es derzeit leider noch die extrem rechten Zeitungen Compact, Deutsche Stimme, Deutsche Militärzeitung und Junge Freiheit zu kaufen. Wir wollen die Kioskbesitzer*innen aufklären und ermutigen, diese Hass-Zeitschriften aus ihrem Sortiment zu nehmen.
Judith Behrens von der Interventionistischen Linken Düsseldorf [see red!]: Wir wissen, dass das keine einfache Aufgabe ist, deshalb ist unsere Kampagne so angelegt, dass interessierte Menschen möglichst einfach mitmachen können.

Antifa Café: ZeiKa: Rechte Propaganda in Printmedien

Am 21.02. laden Barrikada und die Interventionistische Linken Düsseldorf [see red!] gemeinsam zum nächsten Antifa-Café ein.

Thema wird dieses Mal sein: Rechte Propaganda in Printmedien und eine Kampagne zur Gegenoffensive.

ZEIKA (ZEItungsKAmpagne | https://zeika.barrikada.de/) ist ein Projekt, das ins Leben gerufen wurde, um rechter Propaganda im öffentlichen Raum entgegenzutreten.

Dabei konzentrieren wir uns auf die Verbreitung rechter Zeitschriften, welche wir mit der ZEIKA einzudämmen gedenken.

Wir wollen den Abend mit einem allgemeinen Vortrag über rechte Printmedien beginnen und stellen danach unser Konzept vor, mit dem ihr selbst sofort zur Tat schreiten könnt.

Kommt vorbei!

Barrikada | Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!]

Redebeitrag auf der Kundgebung am 3.2.2017

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

"Es handelt sich um einen Einzeltäter.....Er war sozial isoliert..... Es gibt keine Verbindungen zu organisierten Neonazi-Strukturen."

solche und andere krude Phrasen werden uns seit Jahrzehnten präsentiert, wenn es sich um Bedrohungen, Angriffe oder Anschläge durch extreme Rechte handelt. Brutale Körperverletzungen, Brandanschläge, Terror oder Skrupellosigkeit sind jedoch vielmehr die treffenden Beschreibungen und zeigen die Realität, die Menschen durch Neonazis erfahren.

Die Gewalt ist für die Betroffenen bereits oft schockierend und traumatisierend. Doch als wären diese Erfahrungen nicht schon schlimm genug, kommen viel zu oft schlampige und erniedrigende polizeiliche Ermittlungsarbeit und staatliches Versagen gegen rechten Terror hinzu!

Schaut hin! Rassistische Anschläge sind Normalzustand! Es wird Zeit, endlich Licht ins Dunkel zu bringen!

Pressemitteilung zur Protestkundgebung des Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“

Düsseldorf, den 2.2.2017

Kundgebung: „Schaut hin! Rassistische Anschläge sind Normalzustand! Es wird Zeit, endlich Licht ins Dunkel zu bringen!“
Freitag, 3.2.2017, 17.30 Uhr
am S-Bahnstation Wehrhahn (Ausgang Ackerstraße)

Um symbolisch Licht ins Dunkel zu bringen, sollen alle Teilnehmer/innen bitte Taschenlampen mitbringen!                                           

Die gestrige Festnahme des Neonazis Ralf S. sorgte bundesweit für großes Aufsehen. Fast 17 Jahre nach dem Wehrhahnanschlag scheint eine Aufklärung des Attentats endlich in greifbare Nähe zu rücken. Bereits gestern veröffentlichte DSSQ in Zusammenarbeit mit antifaschistischen Gruppen aus Düsseldorf eine Pressemitteilung, in der die Theorie der Einzeltäterthese - wie damals so auch heute - angezweifelt wird.

Erschreckend ist, dass im Zuge des Rechtsrucks der Gesellschaft, rassistisch motivierte Anschläge und Übergriffe durch Neonazis wieder stark zugenommen haben. Staatliche Stellen spielen aber im Kontext von rassistischen Anschlägen immer wieder die Existenz von neonazistischen Strukturen herunter und die Gefährlichkeit bspw. von Reichsbürgern wurde und wird kaum wahrgenommen. Dabei werden mit erschreckender Regelmäßigkeit Waffenlager von extremen Rechten ausgehoben, Sprengstoff in großen Mengen gefunden etc.

Crypto-Party #2

Unsere zweite Crypto-Party richtet sich auch wieder an Menschen, die sich um die Sicherheit ihrer Daten kümmern wollen, ohne vorher endlos viel durchzulesen und ausprobieren zu müssen. Wir stellen euch eine Reihe von (kostenlosen) Programmen vor, mit denen ihr E-Mails, Chat-Nachrichten und Datenträger verschlüsseln könnt. Ihr lernt, wie Verschlüsselung funktioniert, ohne dabei von technischen Details überfordert zu werden und erhaltet praktische Hilfe zur Selbsthilfe. In kleinen Gruppen nehmen wir uns das passende Programm für die Nutzer ähnlicher Geräte vor und gehen nicht auseinander, ehe alle Probleme gelöst und Fragen beantwortet sind.

#G20 KINO:"JUST DO IT" - Klima verteidigen!

Mit ihrer Handkamera begleitete die Filmemacherin Emily James ein Jahr lang die geheimnisvolle Welt des direkten Umweltschutzes und der kapitalismuskritischen G20 Proteste. Aus diesem Rohmaterial entstand ein 90-minütiger Film, dessen inspirierende Charaktere bereit sind,mit kreativen Protestformen für ihre Überzeugungen einzustehen und sich Gehör zu verschaffen. Ohne kreative Einschränkungen oder redaktionelle Kontrolle ist der Film "Just Do It" ein völlig unabhängiges künstlerisch-politisches Projekt.

Bei leckerem Essen und Getränken laden wir euch ein, mit uns am 15. November um 19 Uhr im Hinterhof [Linkes Zentrum], Corneliusstr 108, Düsseldorf gemeinsam "Just Do It!" zu schauen.

Eine Veranstaltung von:
Brause, Barrikada und Interventionistische Linke Düsseldorf [seered!]

Dortmund: Zwischen Ruhrpott-Mythos, Großdemo und Nazi Kiez

Das Antifacafe Thematisiert die Entwicklung der extremen neuen Rechten in ihren verschiedenen Gruppierungen und Aktionsformen. Ein Schwerpunkt bildet dabei der zur Zeit geführte Kampf der extremen Rechten um die Deutungshoheit in den Straßen der Stadt. Wir sagen reclaim the streets, fight fascism, smash Nazikiez.

- Wir treffen uns am 20.9. um 19:00 Uhr im Linken Zentrum auf der Corneliusstr. 108 -

“I ain’t afraid of no ghosts…”

AfD-Busters: Gemeinsam gegen den AfD-Landesparteitag in Werl am 10.09.2016

Nach einem ersten Landesparteitag der AfD NRW im Juli 2016 in Werl plant die rechtspopulistische Partei nun ihre Landeswahlveranstaltung, bei der die angereisten Delegierten über die Besetzung der Listenplätze für die Landtagswahl 2017 beraten werden, und das nun sogar an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden: Am 2./3. September in der Stadthalle Soest und 10./11. September in der Stadthalle Werl. Man wolle, so die stellvertretende Sprecherin im AfD-Landesvorstand NRW Regine Zillessen, „in aller Ruhe diskutieren und den Delegierten viel Raum zum Reden geben“. Da hat wohl jemand die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Wenn die AfD glaubt, sich „in aller Ruhe“ zusammenrotten zu können, egal wann, egal wo, täuscht sie sich gewaltig! Am 10. September werden wir uns ihnen in den Weg stellen, gemeinsam, entschlossen und antifaschistisch. Wir werden nicht zulassen, dass AfD-Veranstaltungen ungestört abgehalten werden
können und irgendwann zur Normalität werden!

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die AfD bedient mit ihrer rassistischen, homophoben und erzkonservativen Hetze geschickt die Ressentiments eines nicht unwesentlichen Anteils der deutschen Bevölkerung: Sie stilisiert sich als „Protestpartei“ der entrüsteten, besorgten BürgerInnen. Erschreckenderweise können AfD-Schwergewichte wie Frauke Petry oder Alexander Gauland scheinbar noch so haarsträubende und menschenverachtende Äußerungen in die Welt plärren wie sie wollen: Die Umfragewerte steigen. Widerstand ist zwingend notwendig, gerade jetzt, gerade bei AfD-Veranstaltung, die zu ihrer strukturellen Festigung und Organisierung dienen sollen.

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